Für Menschen sind größere Schritte in ihrem Lebensablauf immer mit Ängsten und Unsicherheit verbunden. Gerade bei Kindern und Jugendlichen, die sich in einer behüteten Umgebung befinden, kann sich dieses Gefühl besonders stark einstellen. In diesem Entwicklungsalter sind die Schritte besonders groß. Vom geschützten Lebensbereich in den Kindergarten, vom Kindergarten in die Schule und von der Schule in den Beruf. Dies ist immer verbunden mit einem neuen räumlichen Umfeld und anderen Bezugspersonen. Der letzte Übergang ist besonders schwer, da sich die Teens ausgerechnet dann noch in einer prägenden persönlichkeitsbildenden Entwicklungsphase befinden.
Warum also die Schritte so groß und undurchschaubar machen? Kann man nicht die Ängste vor dem der Schule nachfolgenden „Neuen“ nehmen, indem die Jugendlichen bereits im Vorfeld mit dieser Seite in Berührung kommen? Zumal dieser Schritt für den überwiegenden Teil der jungen Leute die spätere Lebensgrundlage darstellt.
Hier greift die Kooperation zwischen Schule und Unternehmen. Eine gute Zusammenarbeit zwischen den Partnern - und dabei gilt es Angebote und Organisationsstrukturen der Schule mit den betrieblichen Erfordernissen in Übereinstimmung zu bringen - kann dazu beitragen den Schritt in die berufliche Zukunft über geeignete Orientierungsmaßnahmen sanft zu gestalten. Wir sehen dies im Kontext einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe.
von Roland Smeets, Ausbildungsleiter
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